EEG Direktvermarktung

Erneuerbare Energie selbst verkaufen

Ein Mann kontrolliert mit seinem Tablet den Preisverlauf an der Strombörse.

Betreiber grüner Kraftwerke können ihren sauberen Strom direkt vermarkten und so rentabel wirtschaften. Der Strom aus Erneuerbaren Energien wird von den Erzeugern an der Strombörse nach dem Marktprämienmodell gehandelt. Unter welchen Voraussetzungen die Vermarktung erfolgt, regelt das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das EEG.

Das Gesetz ist im Jahr 2000 in Kraft getreten und seitdem mehrfach an veränderte politische und wirtschaftliche Bedingungen angepasst worden. Im EEG spiegelt sich die Tatsache, dass die intelligente Nutzung von Wasser-, Wind- und Sonnenenergie, Biomasse und Geothermie zu den zentralen Fragen unserer Zeit gehört. Ohne die Stromgewinnung aus regenerativen Energien sind keine Klimaschutzziele zu erreichen. Zugleich muss nach den Jahren der Anschubfinanzierung dafür gesorgt werden, dass die Mechanismen des Ökostrom-Handels marktkonform und nachhaltig werden. Die EEG-Direktvermarktung spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Setzen Sie bei der Direktvermarktung Ihres Ökostroms auf einen starken Partner. innogy bringt Ihren Strom aus Photovoltaik (PV) und anderen regenerativen Quellen an die Börse, Sie profitieren von der EEG-Vergütung und vielen weiteren Vorteilen.

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Was bedeutet EEG-Direktvermarktung?

Der Begriff Direktvermarktung beschreibt den Verkauf von Strom aus erneuerbaren Energiequellen an der Strombörse oder über einen Direktvermarkter. Gesetzliche Basis ist das EEG 2017, welches die Anwendung fixer staatlicher Vergütungen sukzessive abbauen wird.

Die EEG-Direktvermarktung ersetzt sukzessive die bis 2014 angewendete Technologieförderung mittels garantierter Einspeisevergütung über politisch bestimmte Preise. Damit gelten künftig auch beim grünen Strom die Regeln des Marktes. Für Betreiber neuerer, größerer Stromanlagen ist die EEG-Direktvermarktung verpflichtend. Für Betreiber älterer Anlagen ist sie zumindest eine bedenkenswerte Option, deren Prüfung der Gesetzgeber risikofrei gestaltet hat.

Wer die Chancen der EEG-Direktvermarktung klug nutzt, kann nachhaltig wirtschaften und letztlich sogar gewinnbringender als mit staatlich garantierten Festpreisen. Wir beraten Sie gern, reden Sie mit uns.

EEG-Direktvermarktung – Chancen und Vorteile

  • Jeder Direktvermarkter trägt zu einem stabilen Stromnetz und einer sicheren Versorgung bei
  • Die Umsetzung der Energiewende wird durch ein marktwirtschaftliches Umfeld beschleunigt
  • Direktvermarkter arbeiten unternehmerisch zukunftsorientiert, auch für die Zeit nach der EEG-Förderung

Fakten und Hintergründe: EEG 2017

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017 soll helfen, den Marktanteil der erneuerbaren Energien kontinuierlich zu steigern. Bis 2025 ist eine Quote von 40 bis 45 Prozent geplant, in den Folgejahren soll der Ökostrom bereits mehr als die Hälfte des Gesamt-Energiemarktes in Deutschland ausmachen. Derzeit liegt der Anteil der regenerativen Energien bei rund einem Drittel.

Eine Voraussetzung für das Erreichen dieser Ziele ist die bessere Koordination von Stromerzeugung und Stromtransport. Im EEG 2017 werden daher erstmals Ausschreibungsmengen für neue Anlagen definiert und Vorgaben zum Netzausbau gemacht. So soll verhindert werden, dass Überkapazitäten entstehen und zum Beispiel die Windräder gerade an stürmischen Tagen stillstehen müssen.

Wer künftig neue Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energie betreiben will, muss sich im Rahmen von Ausschreibungsverfahren dem Wettbewerb stellen. Je wirtschaftlicher das Angebot dabei ausfällt, desto größer sind die Chancen auf Förderung. Zugleich sinkt der Förderbetrag auf ein Minimum, womit die Energiewende bezahlbar wird. Regenerative Energien werden günstiger.

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Was soll die EGG-Direktvermarktung bewirken?

Das EEG soll für eine umweltverträgliche Stromversorgung in Deutschland sorgen, die zugleich sicher und kostengünstig ist.

Die Mechanismen der EEG-Direktvermarktung schaffen einen Anreiz, die Menge des produzierten Stroms so zu skalieren, dass er dem aktuellen Bedarf entspricht. Das setzt zum einen verlässliche Vorhersagen des erwarteten Stromverbrauchs voraus, zum anderen aber auch die Möglichkeit, bei der Stromerzeugung und Stromeinspeisung flexibel auf Bedarfsspitzen zu reagieren. Überkapazitäten und Engpässe sollen so vermieden werden.

Die Direktvermarktung nimmt die Anlagenbetreiber also stärker in die Pflicht, eröffnet ihnen aber zugleich wirtschaftliche Perspektiven für die Zeit nach der fixen Förderung. Nutzen Sie diese Möglichkeiten, wir unterstützen Sie dabei.

Der Betreiber einer Solaranlage wird bei der EEG-Direktvermarktung nicht anders behandelt als der Betreiber eines großen, konventionellen Kraftwerks. Damit ist eine der wichtigsten Marktvoraussetzungen für den Erfolg der Energiewende geschaffen.

Wie funktioniert die EEG-Direktvermarktung?

Der Erzeuger erneuerbarer Energien verkauft seinen Strom an der Strombörse. Er erhält den Erlös und zusätzlich eine Marktprämie.

Die Direktvermarktung erneuerbarer Energie funktioniert im Grundsatz wie die Vermarktung jedes anderen Produkts: Der Erzeuger verkauft seine Ware, in diesem Fall an der Strombörse. Im Regelfall wird er dabei einen Direktvermarkter einschalten, denn nicht jeder Anlagenbetreiber hat das Interesse oder die personellen Ressourcen eine eigene Abteilung zur Vermarktung des Stroms zu beschäftigen.

Dank Direktvermarktung benötigt der Erzeuger mittelfristig keine staatlichen Subventionen mehr. Langfristig kann auch auf Ausgleichszahlungen über die Marktprämie verzichtet werden, die heute von den Verbrauchern des Stroms aufgebracht werden muss. Noch aber ist die Marktprämie unverzichtbar, denn neue grüne Kraftwerke sind teuer, konventioneller Strom aber relativ günstig.

Da der Erlös mit der Nachfrage schwankt, bedeutet der Stromverkauf zum richtigen Zeitpunkt ein Plus in der Kasse. Dabei ist die Hilfe von Profis von enormem Vorteil. Sparen Sie Kosten und Personal, profitieren Sie von unseren Erfahrungen bei innogy.

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Marktprämienmodell und Marktprämie

Die Höhe des Anzulegenden Wertes wird abhängig von Größe, Energieträger und Errichtungsdatum über Ausschreibungen geregelt. Sie ist individuell und richtet sich nach dem Ausgang des Gebotsverfahrens bei der Bundesnetzagentur für den einzelnen Energieträger. Ist der sogenannte „Anzulegende Wert“ einmal ermittelt, berechnet sich die Marktprämie als Differenz zwischen dem Anzulegenden Wert und dem technologiespezifischen Marktwert – sinkt dieser, steigt die Marktprämie. Der Gesamterlös ist fix. Die Managementprämie, die seit dem EEG 2012 als Prämie für die Teilnahme am Marktprämienmodell an den Betreiber floss, ist dabei bereits eingepreist.

Berechnet wird die Marktprämie letztlich also aus der Differenz zwischen EEG-Einspeisevergütung und dem Referenzwert für Biogas-, Windkraft- und Solaranlagen, der monatlich ermittelt wird.

Sie haben Fragen zum Marktprämienmodell und seinen Möglichkeiten? Unsere Mitarbeiter beraten Sie gern.

Gelebte Marktwirtschaft und Ökologie rücken im Energiesektor immer dichter zusammen. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis bei der Vermarktung von Strom aus regenerativen Quellen an der Börse. Der Strommarkt für grüne Energien wird wettbewerbsfähig, ohne dass ein Anspruch auf EEG-Förderung besteht.

Ermittelt wird die Höhe der Vergütung für Strom aus erneuerbaren Energien über den Börsenkurs, die Marktprämie sorgt zugleich für ausgeglichene Bedingungen und eine verlässliche Höhe der Erlöse. Wer als Stromanbieter auftritt, kann damit rentabel wirtschaften.

Vorteile der Marktprämie

  • wettbewerbliche Bestimmung über Ausschreibungen, keine starre Förderung
  • individuelle Ausschüttung gemäß anzulegendem Wert (installierte Leistung und Gebotswert je kWh)
  • Sicherheit bei Schwankungen der Börsenerlöse im Förderzeitraum
  • einige grüne Energien bieten zudem eine hohe Flexibilität und mögliche Erlöse durch bedarfsorientierte Zusatzeinspeisung

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Wahlfreiheit für Kleinbetriebe und Inhaber von Altverträgen

Anlagen, die vor August 2014 ihren Betrieb aufgenommen haben, und Kleinanlagen bis 100 Kilowatt sind von der verpflichtenden Direktvermarktung ausgenommen.

Betreiber können also nach wie vor auf die feste Einspeisevergütung setzen. Es gibt aber auch starke Anreize, in das Marktprämienmodell zu wechseln. Das beste Argument: Die Fixvergütung ist ein Auslaufmodell, der Direktvermarktung gehört die Zukunft. Die Marktprämie eröffnet den Anlagenbetreibern dabei schon heute die Chance, einen Mehrwert im Vergleich zur EEG-Einspeisevergütung zu erzielen.

Wer den Wechsel zum Marktprämienmodell schaffen will, erhält bei innogy professionelle Unterstützung. Dabei ist der Versuch risikofrei: Ein Wechsel zurück in die Einspeisevergütung ist möglich. Der Status als EEG-Anlage bleibt ebenso erhalten wie die Höhe und Laufzeit des ursprünglich vereinbarten EEG-Anspruchs.

Finanzierung der Energiewende: die EEG-Umlage

Die EEG Umlage finanziert den Ausbau der erneuerbaren Energien, also den Ausbau von Wind-, Solar- und Biogasanlagen. Zahlen müssen die Stromkunden, die Betreiber der grünen Kraftwerke profitieren über Marktprämie oder Fixvergütung.

Die – weitgehend verpflichtende – EEG-Direktvermarktung soll helfen, die EEG-Umlage weiter zu senken. Zuletzt ist das gelungen: 2019 wird die EEG-Umlage bei 6,405 Cent/kWh liegen. 2018 waren es 6,792 und 2017 noch 6,88 Cent/kWh.

Ob mit der EEG-Umlage auch die Strompreise sinken, hängt von vielen weiteren Faktoren ab: dem Netzentgelt, dem Vertrieb, der Stromsteuer … Auch die umstrittene Frage, welche Großverbraucher von der EEG-Umlage befreit werden, spielt beim Strompreis eine Rolle.

Welche Vorteile bietet EEG-Direktvermarktung für Unternehmer?

Sie wollen Ihren Strom aus regenerativen Quellen verkaufen? Nutzen Sie unser Know-how. Wir helfen Ihnen, Risiken zu vermeiden und die besten Preise zu erzielen. Werden Sie ein Teil der sich vollziehenden Energiewende, mit einem starken Partner an Ihrer Seite.

Ihre Vorteile:

  • Zugang zu allen relevanten Energiehandelsplätzen
  • bestmögliche 24/7-Vermarktung dank intelligenter Vernetzung dezentraler EEG-Erzeugungsanlagen
  • gesicherte Erlöse auf Spitzenniveau
  • individuelle Betreuung auch für Kleinstunternehmen und Energiegenossenschaften

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EEG-Aufschlag

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