Wohnungswirtschaft treibt Entwicklung bei SmartHome voran

Ein Mieter steuert mit seinem Tablet sein vernetztes Zuhause: Smarte Wohnungen, zufriedene Mieter

Auf dem Heimweg die Heizung per Smartphone höher stellen? Oder die Lieblingsmusik und das Licht anschalten, sobald das E-Auto in der Garage steht? Smart Home macht’s möglich. Das gefällt den Deutschen - der Markt mit vernetzten Geräten im Haus wächst.

Egal ob zum Energie sparen oder, für mehr Komfort und Sicherheit: 2018 nutzen gut 16 Prozent der Haushalte in Deutschland SmartHome. Der Umsatz lag laut dem SmartHome Report 2017 von Statista bei rund 2,5 Millionen Euro – mit steigender Tendenz. Schon im Jahr 2022 soll jeder dritte Haushalt smarte Heizkörperthermostate, Einbruchsensoren oder Gerätesteuerung per Smartphone nutzen. Das Marktvolumen schätzen die Statistiker auf 5,278 Millionen Euro. Das wäre ein Wachstum von mehr als 20 Prozent.


Energiemanagement steht bei den Deutschen im Vordergrund

Im Vergleich zu den USA ist das nicht viel: Dort geben Verbraucher mehr als 17 Millionen Euro für SmartHome aus. Während bei den US-Kunden häufig der Komfort im Vordergrund steht – bequeme Steuerung von Licht, Wärme, Musik – geht es den deutschen Verbrauchern mehrheitlich ums Energie- und Kosten sparen. Das zeigt eine Nutzerbefragung des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG). 730 der mehr als 1600 Befragten gaben an, dass das Senken des eignen Energieverbrauchs eines der Hauptmotive für den Kauf gewesen sei.

Infografik "Diese SmartHome-Lösungen bietet innogy an"
Diese SmartHome-Lösungen bietet innogy

Ein Treiber der Entwicklung von Smart Home könnte die Wohnungswirtschaft sein, heißt es in einer Studie der SmartHome Initiative Deutschland e.V, und des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. 

Gewerbliche Vermieter verwalten derzeit 8,3 Millionen von insgesamt rund 40 Millionen Bestandswohnungen in Deutschland. Das Potenzial ist groß.


Kameras und Komfortlösungen sind noch selten

Die Mehrheit dieser Vermieter nutzt bereits eine bis zwei SmartHome-Lösungen. Dabei sind Rauch-, Brand- und Wassermelder die häufigsten. Rauchmelder sind aber mittlerweile Pflicht in Mietwohnungen. Energiemanagement ist demnach die Nummer eins in deutschen Wohnungen. 

Geräte zur Heizungsteuerung und Energiemessung gibt es in mehr als 45 Prozent der Wohnungen. Videokameras oder die Steuerung der Musikanlage sind dagegen noch sehr selten (zwei bis fünf Prozent).

Installation von SmartHome

Eignet sich das System auch für Mieter?

Die Wohnungswirtschaft geht jedoch davon aus, dass in Zukunft immer mehr Mieter SmartHome-Produkte in Mietwohnungen erwarten werden. 85 Prozent der befragten Wohnungs- und Immobiliengesellschaften versprechen deshalb eine höhere Kunden- beziehungsweise Mieterbindung durch SmartHome in ihren Wohnungen. Und natürlich einen Wettbewerbsvorteil.

Zwischen zehn und 30 Euro pro Quadratmeter wollen sie zunächst in SmartHome investieren. Und zwar für smarte Heizungssteuerung, Submetering (Energieverbrauchsmessung, -visualisierung und -abrechnung) und Lösungen rund ums gesunde Raumklima.


Externe Experten sind gefragt

Das Fazit der Studie: Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft wollen „sich künftig stärker moderner Technologien bedienen, um Energieeinsparungen zu ermöglichen, klimatische Probleme in den Wohnungen zu lösen und die Sicherheit für die Bewohner zu erhöhen.“ Dafür wollen die Unternehmen Architekten, Planer und Handwerker mit an Bord holen.

So machen das im Übrigen auch die Mieter, die ihre Wohnung selbst aufrüsten. Laut einer Umfrage der Marktforscher von YouGov, ist es den Deutschen wichtig, dass sich ein Profi um die Installation von Heizkörperthermostat & Co. kümmert. Nur jeder zweite SmartHome-Interessierte (49 Prozent) traut sich selbst eine sichere Einrichtung zu. Immerhin: Alexa kann den benötigten Elektriker anrufen.

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