Förderung & Finanzierung von Photovoltaikanlagen

Förderung für Photovoltaik im Überblick

Um vom eigenem Solarstrom zu profitieren, müssen Sie zunächst investieren und eine Photovoltaikanlage installieren lassen. Hier helfen staatliche Förderprogramme die Belastung der Investition zu schultern. Für Ihre Solaranlage gibt es verschiedene Förderungs- und Finanzierungsmöglichkeiten von Bund, Ländern oder Banken. Diese Förderungen für Photovoltaik, reichen von der Einspeisevergütung bis hin zu Krediten oder Zuschüssen. 

Bitte denken Sie daran, dass die Anträge auf Förderung für Solarenergie in der Regel noch vor dem Kauf der PV-Anlage gestellt werden müssen. 

Die Einspeisevergütung ist die staatliche Förderung für Photovoltaik

Die wohl bekannteste staatliche Förderung für Solarenergie ist die sogenannte Einspeisevergütung, die sich aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ergibt. Bei der Einspeisevergütung bekommen Betreiber von Photovoltaikanlagen Geld von den Netzbetreibern, wenn sie ihren Solarstrom ins öffentliche Netz einspeisen. Die Höhe der Einspeisevergütung sinkt jedoch kontinuierlich, wovon Bestandsanlagen allerdings nicht betroffen sind.

Die Einspeisevergütung richtet sich nach Größe und kWp der Photovoltaikanlage. kWp ist der Kilowatt peak, also die Spitzenleistung der einzelnen Solarmodule bei optimalen Bedingungen. Grundsätzlich gilt: Je größer und leistungsstärker die Anlage, desto niedriger fällt die Einspeisevergütung aus. Ebenso wird bei der Einspeisevergütung zwischen Solaranlagen auf Freiflächen und auf Dächern unterschieden. 

Ausgezahlt wird die Einspeisevergütung durch den Netzbetreiber, an dessen Netz die PV-Anlage angeschlossen ist. Der Netzbetreiber ist an den Preis gebunden, der durch die Einspeisevergütung staatlich geregelt ist. 

Für alle Privathaushalte, die eine eigene Photovoltaikanlage betreiben, bleibt die Einspeisevergütung über eine Laufzeit von 20 Jahren konstant. Auch wenn die Vergütung insgesamt kontinuierlich abgesenkt wird, genießt der Anlagenbetreiber Bestandsschutz und ist von den monatlichen Absenkungen nicht betroffen.

Zu beachten ist, dass alle Betreiber von Photovoltaikanlagen nach dem EEG verpflichtet sind, die Stammdaten ihrer Anlage in das sogenannte Marktstammdatenregister (MaStR) einzutragen. Die Registrierung erfolg online und ist kostenlos. Ohne diesen Eintrag haben Sie keinen Anspruch auf die monatliche Auszahlung der finanziellen Förderung.

Photovoltaik Förderung durch die KfW

Die staatliche KfW-Bankengruppe hat zur Förderung von Photovoltaikanlagen das Programm „Erneuerbare Energien 270“ aufgelegt. Dies ermöglicht Privatpersonen und Unternehmen, Photovoltaikanlagen zinsgünstig zu finanzieren. Das Programm gilt bundesweit. Dabei werden nicht nur Solaranlagen für Dächer, Fassaden oder Freiflächen gefördert, sondern auch die dazugehörigen Batteriespeicher. Zusätzlich gibt es auch noch einen Kostenzuschuss für die Planung, Projektierung und Installation der Anlagen. 

Die Förderprogramme der KfW richten sich an Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen. Bei Aufnahme eines Kredits zur Finanzierung einer PV-Anlage können Laufzeiten von 5, 10, 15 oder 20 Jahren sowie tilgungsfreie Anlaufjahre vereinbart werden. Die genauen Konditionen orientieren sich an Bonität und Sicherheiten der Antragsteller. Für deren Ermittlung ist die Hausbank zuständig.

Voraussetzung für eine KfW-Förderung ist, dass Sie die Photovoltaikanlage länger als zwölf Monate am Stromnetz betreiben. Auch für gebrauchte Anlagen gibt es Kredite, allerdings nur, wenn die Anlage entweder noch kein volles Jahr am Netz ist oder wenn Sie Ihre PV-Anlage so modernisieren, dass die Leistung erhöht wird.

Wenn Sie das KfW-Programm zur Finanzierung Ihrer Photovoltaikanlage in Anspruch nehmen möchten, müssen Sie sich bereits vor dem Kauf der Anlage an Ihre Hausbank wenden. Diese reicht Ihren Antrag bei der KfW ein und schließt nach der Bewilligung den Kreditvertrag mit Ihnen.

Wie Sie vorgehen sollten, um von der KfW-Förderung zu profitieren, erfahren Sie auf den Seiten der KfW-Förderung.

Förderungen durch Bundesländer und Städte

Einige Bundesländer und Städte bieten eigene Förderprogramme oder Zuschüsse für Photovoltaikanlagen oder Speicher an. Zu den möglichen Förderungen gehören Zuschüsse, Anschaffungshilfen, die Übernahme von Erstberatungskosten oder auch zinsgünstige Darlehen. Ein Blick auf die Website der Kommune oder des Bundeslandes kann sich also durchaus lohnen, wenn Sie auf der Suche nach einer passenden Photovoltaik-Finanzierung sind.

Die Konditionen der Programme zur Photovoltaik Förderung verändern sich häufig. Daher ist es empfehlenswert, sich vor der Investition in eine PV-Anlage über die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zu informieren. Hier gibt die Bundesregierung einen umfassenden und aktuellen Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union. 

Weitere Möglichkeiten eine PV-Anlage zu finanzieren?

Neben den staatlichen Förderungen bieten auch Banken und Kreditinstitute, wie zum Beispiel die Umweltbank, günstige Möglichkeiten zur Finanzierung eine Solaranlage an. Ebenso lässt sich auch über die eigene Hausbank ein Immobilienkredit arrangieren, um eine Solaranlage zu finanzieren. 

Welche Steuern fallen für Photovoltaik an?

Wenn Sie eine Photovoltaikanlage betreiben und selbst produzierten Strom auf Basis der Einspeisevergütung verkaufen, sind Sie im steuerrechtlichen Sinn unternehmerisch tätig. Damit werden Sie steuerpflichtig. Das heißt, auf Ihre Einnahmen durch die Einspeisevergütung müssen Sie Einkommensteuer zahlen und dazu eine entsprechende Steuererklärung abgeben. Diese Steuer wird bei einer PV-Anlage in jedem Fall fällig.

Anders verhält es sich mit der Umsatzsteuer. Beträgt Ihr Umsatz aus gewerblicher Tätigkeit – darunter fällt auch der Erlös, den Sie mit Solarstrom erwirtschaften – weniger als 17.500 Euro im Jahr, können Sie selbst entscheiden, ob Sie Steuern abführen möchten. Hier greift die sogenannte Kleinunternehmerregel. Melden müssen den Verkauf von Solarstrom beim Finanzamt in jedem Fall. Erst dann können Sie sich für oder gegen die Steuer entscheiden. Zahlen Sie keine Umsatzsteuer, können Sie allerdings auch keine Vorsteuer geltend machen und sich somit die Mehrwertsteuer beim Erwerb der Anlage nicht vom Finanzamt zurückholen. Entscheiden Sie sich für die Umsatzsteuer, müssen Sie in der Regel dann auch für selbst verbrauchten Solarstrom Umsatzsteuer zahlen – vom Datum der Inbetriebnahme für mindestens fünf Jahre. Lassen Sie sich daher von Ihrem Steuerberater beraten, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

FAQs

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