Preisentwicklung /Kauf- & Pachtmodel

Deswegen lohnt es sich, jetzt eine Solaranlage zu kaufen

Einer Photovoltaikanlage zu kaufen wird immer günstiger. Gerade die Preisentwicklung der Solarmodule – die rund die Hälfte der Investitionskosten einer PV-Anlage ausmachen – ist in den letzten Jahren rasant gefallen. Das macht es für viele Verbraucher zunehmend attraktiv, eine eigene Solaranlage zu kaufen. So musste man beispielsweise Anfang 2006 für ein Kilowatt Peak (kWp) noch circa 5.000 Euro bezahlen. Heute liegen die Durchschnittskosten für eine kleine Photovoltaikanlage nur noch zwischen 1.600 Euro bis 1.700 Euro pro kWp. Größere Anlagen mit acht bis zehn kWp sind sogar noch günstiger. Hier müssen Sie mit Kosten von 1.300 Euro bis 1.400 Euro pro kWp rechnen.

Rund drei Viertel aller Kosten beim Kauf einer PV-Anlage sind Materialkosten für Solarmodule, Wechselrichter, das Montagesystem, die Solarleitungen und sonstige Bauteile. Hierzu ist auch anzumerken, dass die Preise für Solarmodule in Deutschland um 10 bis 20 Prozent höher liegen, als auf dem Weltmarkt. Dies ist durch Anti-Preisdumping-Maßnahmen der EU-Kommission begründet. Geht man davon aus, dass Produkte und Herstellungsprozesse auch in Zukunft weiterentwickelt werden, kann man weiter sinkende Preise für PV-Anlagen erwarten.

Was kostet es, eine PV-Komplettanlage zu kaufen?

Mittlerweile gibt es auf dem PV-Markt beim Kauf einer Solaranlage sehr große Preisspannen. Eine private Photovoltaikanlage kostet je nach Größe durchschnittlich zwischen 9.000 Euro und 12.000 Euro. Die Kosten für Installation und Inbetriebnahme der Anlage sind in diesen Preisen inbegriffen. Ausschlaggebend beim Kauf einer PV-Anlage sollte allerdings nicht allein der Preis sein. Eine gute Qualität der Bestandteile und die Photovoltaik-Leistung sollten im Fokus stehen. Beim Preisvergleich von Photovoltaikanlagen sind enthaltene Serviceleistungen, Versicherungen und Garantien mit möglichst langen Laufzeiten daher ebenfalls wichtig.

Photovoltaik-Kosten nach Anlagengröße

Der Preis einer Solaranlage ist immer von der gewünschten Leistung abhängig. Diese wird in Kilowatt Peak gemessen. Zur Versorgung eines Einfamilienhauses wird in der Regel eine Anlage mit etwa 4 bis 5 kWp Leistung installiert.

Eine Orientierung zu den Kosten einer Photovoltaikanlage finden Sie in der folgenden Tabelle:


 
Anlagengröße Ø Kosten realistische Preisspanne Ø Kosten pro kWp realistische Preisspanne pro kWp
3 kWp 5.400€ 4.600 - 6.300€ 1.730€
1.550 - 1.960€
4 kWp 6.300€
5.000 - 7.900€
1.570€
1.250 - 1.870€
5 kWp 7.600€
5.300 - 9.500€   1.530€ 1.130 - 1.960€
6 kWp 9.000€
6.500 - 12.100€
1.490€
1.050 - 1.920€
7 kWp 10.400€
7.600 - 12.800€
1.470€
1.080 - 1.940€
8 kWp  11.000€
9.000 - 15.000€
1.370€
1.140 - 1.880€
9 kWp 12.900€
9.200 - 17.500€
1.430€
1.030 - 1.870€
10 kWp 13.300€
10.300 - 18.500€
1.340€
1.040 - 1.900€
10 - 15 kWp 16.600€
15.000 - 20.000€
1.240€
1.040 - 1.670€
15-20 kWp 24.500€
21.900 - 27.600€
1.360€
1.280 - 1.420€

Faktoren für die Preisentwicklung von Solaranlagen

Die sinkenden Preise für Photovoltaik-Komponenten lassen sich auf verschiedene Faktoren zurückführen. Solarenergie wird immer populärer und auch immer mehr Privathaushalte entscheiden sich für den Kauf einer PV-Anlage. Die wachsende Verbreitung von Photovoltaikanlagen sorgt für höhere Stückzahlen, was die Fertigungskosten sinken lässt. Auch die Automatisierung der Produktionsprozesse ist ein Grund für günstigere Preise.

Hinzu kommt die technische Entwicklung der einzelnen Module, für die immer weniger Rohstoffe eingesetzt werden müssen. Und natürlich sorgt auch der große Wettbewerb unter den Herstellern für immer preisgünstigere Angebote.

Laufende Kosten für Photovoltaikanlagen

Photovoltaik ist eine robuste, wartungsarme Technik. Das hält die laufenden Kosten gering. Um die laufenden Kosten pro Jahr zu kalkulieren, können Sie von etwa zwei Prozent der Anschaffungskosten ausgehen. Zu den Betriebskosten zählen zum Beispiel Versicherungsbeiträge sowie Ausgaben für eventuelle Wartungen, Reinigung oder auch Reparaturen.

Die eigene Photovoltaikanlage – kaufen oder pachten?

Wenn Sie beim Kauf einer Photovoltaikanlage die Investition zunächst abschreckt, kann das Pachtmodell eine Alternative. Mit einer gepachteten Photovoltaikanlage erzeugen Sie Solarstrom auf dem eigenen Dach, fast so als wäre es Ihre eigene. Generell spricht nichts gegen das Pachtmodell, sofern die Konditionen realistisch kalkuliert sind. Das ist aber leider nicht immer der Fall.

So funktioniert das Pachten einer Photovoltaikanlage

Bei dem Pachtmodell ist der Hausbesitzer nicht der Eigentümer der Photovoltaikanlage, er mietet bzw. pachtet lediglich die Komponenten. Die Nutzung der gepachteten Solaranlage unterscheidet sich nicht von einer gekauften Anlage. Einen Teil der produzierten Solarenergie können Sie selbst im Haushalt verbrauchen, Restmengen speisen Sie in das örtliche Stromnetz und erhalten dafür die garantierte Vergütung. Dadurch reduzieren Sie Ihre Stromkosten, müssen aber im Gegenzug die Pacht für die Nutzung zahlen.

Vertragspartner des Pachtmodells sind im Normalfall die kommunalen Stadtwerke oder ein anderer Energieversorger. Bei den meisten Pachtmodellen – allerdings nicht in allen – sind mit den monatlichen Pachtgebühren sämtliche Kosten abgegolten, also auch die Montage und die spätere Wartung der PV-Anlage.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz behandelt den Pächter übrigens genau so, als hätte er die Photovoltaikanlage selbst erworben. Hier gibt es keine abweichenden Regelungen. Auch beim Pachten einer Photovoltaikanlage ist der Eigenverbrauch von der EEG-Umlage befreit. Das ist nur möglich, weil der Strom juristisch gesehen vom Besitzer der PV-Anlage verbraucht wird. Deswegen ist der Unterschied zwischen den Begriffen „Besitzer“ und „Eigentümer“ wichtig. Besitzer der Solaranlage ist der Hausbesitzer, Eigentümer bleibt aber das verpachtende Unternehmen. Das bedeutet auch, dass nur der Hausbesitzer die Anlage bei der Bundesnetzagentur anmelden kann und damit Anspruch auf die Einspeisevergütung hat.

Fazit: Kaufen ist in vielen Fällen wirtschaftlicher

Ob es sich überhaupt lohnt, eine Photovoltaikanlage zu pachten, hängt von der Größe der Anlage, der Nutzung des erzeugten Stroms durch Eigenverbrauch und Einspeisung, dem Mietpreis und vor allem dem Kleingedruckten ab.

Grundsätzlich sollten Sie immer als erstes über die Kaufoption nachdenken. Meistens ist es wirtschaftlicher eine Photovoltaikanlage zu kaufen, als sie zu pachten. Dann treffen Sie als Eigentümer alle Entscheidungen selbst und zahlen keine Pacht. Sofern das Kapital zur Verfügung steht, ist der Kauf einer Anlage also die langfristig sinnvollere Option. Denn durch effektiven Eigenverbrauch und Einspeisevergütung refinanzieren sich die Anlagen bereits nach 10 bis 13 Jahren, danach beziehen Sie Ihren Solarstrom umsonst. Auch die diversen Fördermöglichkeit, günstige Kredite (verlinken), sowie die gesunkenen Kosten für Photovoltaikanlagen machen die Investition in eine eigene Anlage lukrativ.

FAQs

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