Wartung, Reparatur und Versicherung von Photovoltaikanlagen

Das müssen Sie bei der Wartung einer Photovoltaikanlage beachten

Die Technik einer Photovoltaikanlage ist im Grunde genommen sehr zuverlässig und robust. Dennoch kann es zu Störungen und Fehlern im Betrieb kommen. Nachdem die Photovoltaikanlage montiert wurde, muss sie daher regelmäßig gewartet werden. Für die Wartung fallen Kosten an, die Sie vorab in die Gesamtkosten einkalkulieren sollten. Lassen Sie sich jedoch nicht abschrecken: Die Kosten für die Wartung einer Photovoltaikanlage sind überschaubar! Bei einem typischen Einfamilienhaus betragen die Wartungskosten der PV-Anlage etwa 150 bis 250 Euro pro Jahr.

Ist eine Versicherung für Photovoltaik sinnvoll?

Als Besitzer einer Solaranlage sollten Sie sich unbedingt mit dem Thema Versicherungen auseinandersetzen. Denn bei einem Totalschaden kann eine nicht versicherte Solaranlage zur großen finanziellen Belastung werden. Auch wenn eine Versicherung für die PV-Anlage oftmals als Photovoltaikversicherung bezeichnet wird, handelt es sich jedoch um eine Allgefahrenversicherung. 

Je nach Größe der PV-Anlage sollten Sie überlegen, wie wahrscheinlich ein Schadensfall und wie hoch der finanzielle Ausfall wäre. Ein Anbietervergleich zeigt Ihnen bei der Gegenrechnung schnell, ob eine Versicherung sinnvoll wäre oder nicht. Entscheiden Sie sich für eine Versicherung Ihrer Solaranlage, sollten folgende Bestandteile mindestens versichert sein: das Montagesystem inklusive der Anschlüsse und Verbindungsstücke, die Verkabelung, der Wechselrichter, der Zähler und die Solarmodule. Beim Kauf eines innogy Solarpaketes ist die Allgefahrenversicherung der PV-Anlage übrigens schon inklusive.1

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Die häufigsten Schadensursachen an PV-Anlagen

Aus versicherungstechnischen Gründen ist es wichtig, dass Ihre Solaranlage nachweislich fachgerecht installiert wurde und auch regelmäßig gewartet wird. Dennoch lassen sich Schäden an der Anlage nie ganz ausschließen. Die häufigsten Gründe für Schäden an Photovoltaikanlagen haben jedoch nichts mit mangelhafter Qualität oder falscher Installation zu tun. Da eine PV-Anlage ständig verschiedenen Witterungseinflüssen ausgesetzt ist und mit hohen elektrischen Spannungen arbeitet, besteht immer ein gewisses Restrisiko für Schadensquellen. 

Dies sind die häufigsten Schadensursachen an Photovoltaik-Anlagen: 

1. Brand und Feuer
Mit 21 Prozent die häufigste Schadensursache. Wenn Teile einer PV-Anlage Feuer gefangen haben, ist dieses in der Regel nicht mehr schnell zu löschen und Schäden sind oft nicht mehr zu vermeiden. Ein Feuer an der PV-Anlage kann diverse Ursachen haben. Dazu zählen: Installationsfehler, Produktfehler, Planungsfehler oder äußere Einflüsse. Häufigster Brandverursacher ist der Wechselrichter, gefolgt von den Solarmodulen.

2. Sturmschäden
Sturmschäden liegen in der Schadensstatistik bei rund 20 Prozent. Das lässt sich auch mit den häufiger auftretenden Wetterextremen begründen. Von Sturmschäden sind in erster Linie die PV-Module betroffen. Glasbrüche an den Modulen lassen sich mit dem bloßen Auge auch vom Laien schnell erkennen. Anders sieht es bei Mikrorissen und Zellbrüchen aus. Diese lassen sich nur vom Fachmach ausfindig machen.

3. Blitz und Überspannung
Blitzschäden sind mit 18 Prozent die dritthäufigste Schadensursache. Auch Blitz- und Überspannungsschäden sind oft auf Installationsfehler oder unzureichende oder fehlerhafte Blitz- und Überspannungsschutzkonzepte zurückzuführen. Beschädigungen durch Blitzeinschlag und Überspannung beziehen sich nicht nur auf die Solarmodule sondern ebenso auf den Wechselrichter.

4. Schneedruck
Im Winter sollten Sie Schneelasten nicht unterschätzen. Immerhin 11 Prozent der Schäden an Photovoltaikanlagen gehen auf den Druck von Schneemassen zurück. Ein erhöhtes Risiko besteht vor allem bei Dachanlagen mit flachem Neigungswinkel. Die potentiellen Schäden durch Schnee reichen vom Zellbruch bis hin zum kompletten Durchbruch von Modulen und Trägern.

5. Diebstahl
Auch Diebstahl gilt als Schaden. Die Häufigkeit liegt hier bei 10 Prozent. Für Privathäuser besteht allerdings kein hohes Risiko. Im Fokus stehen hier vor allem Solaranlagen außerhalb besiedelter Gebiete. Vorsorglich lassen sich einzelne Komponenten einer Solaranlage mit speziellen Kennzeichnungen versehen, so dass sie dem Eigentümer zugeordnet werden können und sich daher schlechter verkaufen lassen.

Weitere Schadensursachen sind Hagel, Marderbiss und technisches Versagen. Die meisten Schäden werden durch die Versicherung abgedeckt.

Was sind die Vorteile einer Brandfallabschaltung für Solaranlagen?

Ein eventueller Hausbrand ist im Zusammenhang mit Photovoltaikanlagen ein großer Unsicherheitsfaktor. Aufgrund von Medienberichten über „kontrolliertes Abbrennen“ von Wohnhäusern, haben die Feuerwehren klare Anforderungen zum Brandschutz formuliert. Zu diesen gehört auch die sogenannte Brandfallabschaltung. Dabei handelt es sich um einen Notschalter, mit dem die Photovoltaikanlage im Brandfall durch Kurzschluss abgeschaltet werden kann. Die Installation der Brandfallabschaltung bringt viele Vorteile. Denn eine PV-Anlage produziert hohe Gleichstromspannungen, die im Brandfall für Feuerwehrleute lebensbedrohlich sind. Durch die Brandfallabschaltung kann die Anlag jedoch spannungsfrei geschaltet werden, was die Löscharbeiten möglich macht. Darüber hinaus bietet der Notfallschalter weitere Vorteile. Bei Wartungsarbeiten können Solarmodule gezielt abgeschaltet werden. Zudem lässt sich die Anlagen so auch bei Kabelbrand oder Überschwemmung abstellen.

Sollte der Schalter im Brandfall nicht mehr erreichbar sein, genügt es aufgrund der mehrfachen Redundanz des Systems, die Versorgungsleitung der Anlage durchzutrennen oder die gesamte Netzversorgung des Gebäudes auszuschalten. Viele Brandfallabschaltungen lassen sich auch bereits per Smartphone-App bedienen, was zusätzliche Sicherheit bietet.

Sollte bei Solaranlagen ein Blitzschutz installiert werden?

Für Photovoltaikanlagen auf privaten Gebäuden gibt es keine eindeutigen Vorschriften in Bezug auf Blitzschutz. Allerdings verlangen manche Versicherungen den Nachweis eines wirksamen Blitzschutzes auch für kleinere PV-Anlagen. 

Standardmäßig besitzen Photovoltaikanlagen keinen Blitzschutz bzw. Überspannungsschutz. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst die Entscheidung für oder gegen die Errichtung eines Blitzschutzes.
Empfohlen wird eine Sicherung von Anlagen mit einer Leistung ab 10 Kilowatt. Eine Entscheidung sollte immer erst nach Beratung durch den Fachbetrieb vor Ort getroffen werden. Ist bereits ein äußerer Blitzschutz auf Ihrem Gebäude installiert, muss die Anlage in das bestehende Blitzschutzkonzept eingebunden werden. Außerdem muss ein innerer Blitzschutz in Form von Überspannungsschutzgeräten installiert werden. Auch hier sollten Sie den Fachmann konsultieren, da die Trennung zwischen geschützten und ungeschützten Leitungen zu beachten ist. 

Eine Photovoltaikanlage erhöht das Blitzeinschlagrisiko im Allgemeinen nicht. Es geht zumeist um das potenzielle Blitzeinschlagrisiko ins Gebäude selbst. Eine Ausnahme liegt nur dann vor, wenn die Photovoltaikanlage den höchsten Punkt in der näheren Umgebung darstellt. Blitze schlagen vorzugsweise in höher gelegene Punkte (Bäume, hohe Gebäude) ein. Allerdings gilt es zu beachten, dass der finanzielle Schaden im Fall eines Einschlags größer ist, wenn kein entsprechender Schutz vorhanden ist. Bei Blitzeinschlag wird nicht nur die Anlage selbst wird beschädigt, sondern auch die elektrische Installation. Darüber hinaus kann es zur Einkopplung ins Stromnetz kommen, durch die eventuell ein Stromausfall verursacht wird, für dessen Folgen Sie als Betreiber ebenfalls haften.

Reinigung der Solarmodule

Im Laufe der Zeit lagert sich auf den Solarmodulen der Photovoltaikanlage Schmutz ab, wie Blütenstaub, Ruß oder Vogelkot. Ist die Oberfläche der Module verschmutzt, verringert sich die Lichtdurchlässigkeit und es wird weniger Solarstromerzeugt.

Lesen Sie hier, warum PV-Anlagen auf steilen Dächern seltener gereinigt werden müssen

Mehr erfahren

Sobald Sie bei Ihrer Photovoltaikanlage Ertragseinbußen feststellen, sollten Sie eine Reinigung der Solarmodule in Betracht ziehen. Ob die Reinigung sinnvoll ist, können Sie durch einen wirtschaftlichen Vergleich feststellen. Wenn Ihre Ertragseinbußen aufgrund der Verschmutzung höher sind als die Reinigungskosten, sollten Sie Ihre PV-Anlage säubern bzw. die Reinigung durch einen Fachmann durchführen lassen. Die Reinigungskosten einer PV-Anlage belaufen sich etwa auf ein bis drei Euro pro Quadratmeter. 

Reparatur der Solaranlage im Schadensfall

Photovoltaikanlagen sind zwar langlebig und robust, aber natürlich nicht unzerstörbar. Das heißt: Auch bei PV-Anlagen kann bei einer Komponente ein Defekt auftreten. Ist der Fehler lokalisiert gibt es zwei Möglichkeiten: Das Bauteil lässt sich reparieren oder es muss komplett ausgetauscht werden. Kleinere Reparaturen sind meistens in den Wartungskosten enthalten, wie zum Beispiel gelockerte Befestigungen, Schrauben oder Anschlussdosen. 

Warum eine PV-Anlage einen Defekt hat, kann viele Gründe haben. Die meisten Schäden lassen sich auf Wettereinflüsse zurückführen. Bei Sturm oder Unwettern können sich einzelne Module aus der Verankerung lösen oder das Glas kann beschädigt werden. Auch Kabel können sich dadurch lösen. Ähnlich wie bei Kraftfahrzeugen können übrigens auch bei Photovoltaikanlagen Schäden durch Marderbisse auftreten. 

FAQs

Unsere Photovoltaik-Produkte im Überblick:

Das Leistungsspektrum von innogy rundum Photovoltaik bietet Ihnen eine ganzheitliche Lösung für eine effiziente Stromversorgung. Welche unserer Solarpakete zu Ihnen und Ihrem Bedarf passen, analysieren wir gerne mit Ihnen im persönlichen Gespräch.

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1 innogy schließt bei einem Versicherungsunternehmen für einen Zeitraum von 5 Jahren eine Versicherung für die Solaranlage und den Batteriespeicher des Kunden ab.

2 Mit dem Erwerb des innogy Energiemanagers steht dem Kunden die Nutzung des innogy Energieportals für 2 Jahre ab Montagedatum zur Verfügung. Diese Nutzung des innogy Energieportals ist für den Kunden zwei Jahre lang ab dem Montagedatum kostenlos. Ab dem dritten Jahr nach Montagedatum entstehen dem Kunden - wenn und solange zwischen ihm und innogy für die Lieferstelle des Gebäudes/der Liegenschaft auf dem die Solaranlage und in dem der innogy Energiemanager installiert wurde, ein Stromliefervertrag besteht - für die Weiternutzung des innogy Energieportals neben den Kosten des Stromliefervertrages keine zusätzlichen Kosten. Endet der Stromliefervertrag zwischenzeitlich, endet damit automatisch auch die insoweit zusatzkostenfreie Nutzung des innogy Energieportals. Dem Kunden ohne innogy Stromliefervertrag wird, soweit er die weitere Nutzung des innogy Energieportals beauftragt, für die weitere Nutzung (nach Ablauf von zwei Jahren ab Montagedatum) des innogy Energieportals ein Nutzungsentgelt in Höhe von 1,99 € inkl. MwSt. pro Monat berechnet. innogy wird den Kunden vor Ablauf der Nutzungsdauer des Energieportals entsprechend kontaktieren.

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