Datensicherheit bei Elektroautos

Was Elektroauto und Ladesäule über Sie wissen

Der Schutz ihrer Daten geht den Deutschen über alles, wie eine Studie des Sinus-Instituts und der Markt- und Meinungsforschern von YouGov zeigt. Demnach sagen 93 Prozent der Deutschen, dass ihnen der Schutz ihrer persönlichen Daten wichtig ist.

Denn die hinterlassen Menschen längst nicht mehr nur beim Surfen im Netz oder beim Zahlen mit der EC-Karte. Sondern zum Beispiel auch beim Autofahren, wie der aktuellste ADAC-Test zur Datensicherheit im Pkw zeigt.

Der ADAC-Test im Überblick

Wir brauchen durchgängige Datensicherheit bei Elektromobilität. Das gilt besonders bei den Mess- und Abrechnungsprozessen.
Elke Temme, Geschäftsbereichsleiterin Elektromobilität bei innogy

E-Autos müssen datensicher werden

TÜV-geprüfte Ladesäulen für Elektroautos

Aus diesem Grund lässt innogy seine Ladesäulen regelmäßig vom TÜV-IT überprüfen. „Als externer Partner hat uns der TÜV-IT gerade erst wieder auf den Zahn gefühlt“, bestätigt Holger Riemenschneider, Verantwortlicher für die Softwareentwicklung im Bereich Elektromobilität bei innogy.

2014 bekam innogy zum ersten Mal das TÜV-Zertifikat für sein IT-Backend, im Mai 2017 gab es das aktuelle Siegel für sicheres Laden. 

Wie innogy Kundendaten schützt

Die TÜV-Prüfer haben verschiedene Angriffsszenarien durchgespielt und kamen nicht an die hinterlegten Kundeninformationen. 

App statt Kundenkarte

Generell benötigen Kunden von innogy und innogy-Partnern keine Kundenkarte, sondern nutzen die App eCharge, um sich anzumelden und zu bezahlen.

Für die Kommunikation der Ladestationen mit dem IT-Backend wird ein einheitliches Software-Protokoll verwendet, das Open Charge Point Protocol (OCCP).

Plug and Charge

Wenn das Auto mit der Ladestation verbunden ist, findet automatisch eine sichere Authentifizierung statt. 

Die Kommunikation zwischen Ladesäule und IT-Backend läuft dabei über Mobilfunk und eine gesicherte VPN-Verbindung.

Sicherere Verbrauchsabrechnung

Alle Daten die den Stromverbrauch messen, sind verschlüsselt und sicher. Das gilt für die Messeinheiten und auch für die speziell gesicherten Server. Das haben auch die Eichbehörden bestätigt. 

Wenn es dennoch jemand versucht, meldet das ein Türöffnungskontakt im Rahmen des Monitorings sofort. 

Kunden meiden Unternehmen nach Datenpannen

Mit Kundendaten sensibel umzugehen, ist ein Muss. Schon aus wirtschaftlichen Gründen. Wie übel die Verbraucher eine Datenpanne nehmen, zeigt eine aktuelle Befragung von Gemalto, einem Hersteller von Chip- und Magnetstreifenkarten.

Der Sicherheitsexperte hat mehr als 10.000 Menschen befragt. Das Ergebnis der Umfrage: 70 Prozent der Befragten würden nach Bekanntwerden einer Datenpanne keine Geschäfte mehr mit einem Unternehmen machen. Das gilt demnach besonders für Einzelhandelsunternehmen, Banken und soziale Netzwerke. Verscherzen diese sich das Vertrauen, ist das ein Problem.

Intern arbeiten wir hart an der Sicherheitsarchitektur. 
Holger Riemenschneider

Deutsche nutzen kinderleichte Passwörter

Trotzdem sichern sich die Verbraucher kaum ab: 56 Prozent benutzen dasselbe Passwort für mehrere Online-Konten. 

Meistens sind die Passwörter auch noch sehr einfach zu knacken, wie eine Analyse des Hasso Plattner-Instituts zeigt.

Demnach lautet das meistgenutzte Passwort in Deutschland: 123456. 

Neue Datenschutz-Grundverordnung nimmt Unternehmen in die Pflicht

„Die Verbraucher geben offenbar gerne die Verantwortung für den Schutz ihrer Daten an Unternehmen ab“, sagt Jason Hart, CTO im Bereich Identity and Data Protection bei Gemalto 

Deshalb tritt am 25. Mai 2018 die neue EU-Datenschutzgrundverordnung DSGVO in Kraft, die unter anderem dafür sorgen soll, dass Unternehmen deutlich bessere Sicherheitsmechanismen einführen.

Was die DSGVO beinhaltet und für wen sie gilt

Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung DSGVO (englisch: GDPR) tritt am 25. Mai 2018 in Kraft und betrifft alle Unternehmen, die in der europäischen Union ansässig sind oder EU-Bürgern Waren und Dienstleistungen anbieten.

Die müssen künftig die Einwilligung der Betroffenen einholen, bevor sie persönliche Daten verarbeiten. Das schreibt das neue EU-Gesetz unter anderem vor. 

Außerdem müssen die Hersteller vernetzten Geräten, wie Smart-TVs, die Kundendaten künftig verschlüsseln. Bisher sendet nämlich der smarte Fernseher die Daten meist unverschlüsselt an die hinterlegte Cloud. 

Datensicherheit rund ums E-Auto

Datenschutz ist ein ganzheitliches Anliegen. 

Deshalb hat innogy gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut, der Deutschen Kommission Elektrotechnik, Physikalisch-Technische Bundesanstalt, der TU Dortmund und anderen Verbänden sowie Unternehmen das Projekt Delta ins Leben gerufen.

Delta will E-Autofahrer davor schützen, dass Daten bei der Übertragung mitgelesen oder gar verfälscht werden. Die Fahrzeughersteller stehen gleichermaßen vor dieser Herausforderung. 

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Projekt Delta

Datensicherheit in der Elektromobilität