Jobrotation

Eine Woche Chef

Während des Urlaubs von Joachim Schneider übernimmt Annette Grabbe die Vertretung als Bereichsvorstand Technology & Operations bei Grid & Infrastructure.

Jobrotation ist in Deutschland bislang kaum verbreitet. Nur 14 Prozent der Unternehmen bieten vergleichbare Modelle an, bei denen Angestellte für einen begrenzten Zeitraum die Arbeitsplätze tauschen.

Der Vorteil: Die Mitarbeiter lernen viele verschiedene Aufgaben- und Funktionsbereiche in einem Team oder einer Abteilung kennen – und gewinnen so ganz nebenbei wertvolle Kenntnisse hinzu, mit denen sie eine zusätzliche Bereicherung für das Unternehmen sind. 

So übernimmt Annette Grabbe, kaufmännische Leiterin bei innogy, im Oktober 2017 für eine Woche den Job von Joachim Schneider, Bereichsvorstand für Technology & Operations im Segment Grid und Infrastructure (G&I).

Ich habe ein gutes Gefühl dabei, am Freitag mein vorübergehendes Büro in der 18. Etage zu beziehen.
Annette Grabbe, kaufmännische Leiterin bei innogy

Es ist dieser Blick über den Tellerrand, der es dem Mitarbeiter erleichtert, einen besseren Überblick über die Zusammenhänge im Unternehmen zu erhalten. Das ermöglicht innogy in unterschiedlichen Modellen bereits seit Jahren. Erstmalig übernimmt eine Mitarbeiterin jetzt den Job als Bereichsvorstands und arbeitet für eine Woche in der Chefetage. 

Vorstandsalltag als neue Herausforderung

Während Annette Grabbe den Bereichsvorstand Joachim Schneider vertritt, rückt eine Kollegin für sie nach: Marie to Baben, Ingenieurin und Referentin im Team Netzentwicklung. Sie kann so zum ersten Mal kaufmännische Luft schnuppern.  

Für dieses Pilotprojekt haben sich Andrea Dorsch-Kellermann, Diversity Officer, und Joachim Schneider, G&I Bereichsvorstand Technology & Operations, stark gemacht. 

Schlüsselaufgaben auf der To-do-Liste 

„Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung aktiv anzugehen, ist mir ein persönliches Anliegen“, betont Schneider. „Ich möchte motivierten Kollegen die Chance geben, Führungserfahrung in einem abgesteckten zeitlichen Rahmen zu sammeln, mehr Verantwortung zu übernehmen und sich gleichzeitig auszuprobieren.“ 

Bei einem Übergabetermin haben Annette Grabbe und Joachim Schneider genau die To-dos und grundsätzlichen Aufgaben abgesprochen. „Ich übergebe Annette Grabbe mehrere Schlüsselthemen aus meinem Aufgabenbereich“, sagt Schneider.

Ich hoffe, dass sich viele Führungskräfte auf dieses Format einlassen.
Joachim Schneider, G&I Bereichsvorstand Technology & Operations

„Dazu zählen die laufenden Aktivitäten als Sponsor von Digital@Grid, bei Team-Meetings und Gemba Walks einen Einblick in das Ressort Technology und Operations zu erhalten und den G&I Performance Dialog vorzubereiten, der bereits Anfang November stattfindet.“ 

Annette Grabbe freut sich auf die Herausforderung: „Ich bin aufgeregt, aber eher im Sinne von neugierig und gespannt darauf, was genau auf mich zukommt und welche Einblicke ich bekomme.“ 

Schließlich sei der Vorstandsalltag doch noch einmal ganz anders als ihre Aufgaben im kaufmännischen Bereich.

„Mich selbst besser kennenlernen“

Auch Marie to Baben blickt ihren ersten Wochen als Führungskraft mit Respekt und Begeisterung entgegen. Die 28-Jährige hat im Bereich Grid & Infrastructure bereits ihre Abschlussarbeit geschrieben und arbeitet seitdem im Team Netzentwicklung. „Ich freue mich über die Chance und das Vertrauen, das Annette mir entgegenbringt. Ich bin gespannt auf die Zeit und auf die neuen Erfahrungen. Dabei werde ich sicher nicht nur das Controlling, sondern auch mich selbst noch besser kennenlernen.“ 

Aus der Gelegenheit einer Urlaubsvertretung eine Initiative für Mitarbeiterentwicklung zu machen, das sei „eine tolle Möglichkeit – und genau das, was wir bei innogy wollen: Uns agil weiterentwickeln“, ist Schneider überzeugt. In die zwei Frauen hat er großes Vertrauen. „Ich schätze beide sehr und freue mich, dass sie die Chance ergreifen, ihre fachlichen und ihre Leadership Skills weiterzuentwickeln.“ 

Weiteren Jobrotationen steht der Bereichsvorstand offen gegenüber und auch Andrea Dorsch-Kellermann wirbt für das Modell. „Wir können dadurch nur gewinnen: an Erfahrungen und Kompetenzen."

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