Raus aus der Komfortzone

Nach einer Woche als Vorstand und Führungskraft wissen Annette Grabbe und Marie to Baben:
Von Job Rotation profitieren alle.

Drei Frauen tauschen sich über ihre Erfahrungen durch Jobrotation aus. Der Arbeitsplatztausch bringt allen Beteiligten Vorteile.

Annette Grabbe sitzt wieder an ihrem eigenen Schreibtisch. Zuvor hatte die kaufmännische Leiterin bei Netzservice und innogy Telnet eine Woche lang Arbeitsplatz und Rolle getauscht. Im Rahmen einer internen Jobrotation zog sie während des Urlaubs von Joachim Schneider in dessen Büro und übernahm seine Aufgaben als Bereichsvorstand Technology & Operations bei Grid & Infrastructure. Im Gegenzug leitete Marie to Baben, Referentin im Bereich Netzentwicklung, für die gleiche Zeit das Team von Annette Grabbe.

„Ein Vertrauensbeweis, der mich beeindruckt hat"

Annette Grabbe vor innogy-Schriftzug: Die kaufmännische Leiterin übernahm im Rahmen einer Jobrotation zeitweise die Arbeit des Bereichsvorstands Technology & Operations bei Grid & Infrastructure.

Nach dem Jobtausch sind beide überzeugt: „Davon profitierten alle.“ Auch Bereichsvorstand Joachim Schneider, der sein Handy während seines Urlaubs einfach mal im Safe gelassen hat. „Dieser Vertrauensbeweis hat mich beindruckt, aber auch eingeschüchtert“, sagt Annette Grabbe. Sie habe sich aus ihrer Komfortzone bewegen müssen. Schließlich galt es nicht nur, am Schreibtisch von Schneider zu arbeiten. „Ich hatte großen Respekt davor, für Entscheidungen in seinem Sinne zu treffen." Diese Hemmungen habe sie jedoch schnell abgebaut. „Auch als Bereichsvorstand arbeitet man mit Routinen, Mustern und festgelegten Entscheidungswegen."

„Ich ging jeden Abend lächelnd nach Hause“

Marie to Baben vor innogy Schriftzug: Die Referentin im Bereich Netzentwicklung übernahm im Rahmen der Jobrotation die Leitung eines Teams.

Ähnlich ging es auch Marie to Baben. Als Teamleiterin auf Zeit führte sie 13 Mitarbeiter - für sie eine neue Erfahrung. „Im ersten Meeting habe ich mich noch gefragt, wie der Rollentausch wohl ankommt. Aber alle waren super offen. Während der Woche sind mehrfach Kollegen auf mich zugekommen, um meine Meinung zu hören. Das war ein tolles Gefühl", sagt sie. „Ich habe gemerkt, dass aktives Zuhören eine Hauptaufgabe von Führungskräften ist. Die Themen trotz vollem Terminkalender schnell an die richtigen Stellen weiterzugeben, war eine Herausforderung.“ Ihr Fazit nach der Woche als Teamleiterin ist deshalb durchweg positiv: „Ich bin jeden Abend mit neuen Eindrücken und einem Lächeln nach Hause gegangen.“

Per Feedback und Shadowing voneinander lernen

Neben vielen positiven Erfahrungen fanden Annette Grabbe und Marie to Baben auch Ansätze für Verbesserung, zum Beispiel wie sich Routineprozesse effizienter gestalten lassen. Über ihre Eindrücke haben sich die beiden am Ende des Experiments ausgetauscht. Aber dabei soll es nicht bleiben: „Ich werde Annette demnächst ein paar Tage begleiten“, sagt Marie to Baben. Von diesem sogenannten „Shadowing“ erhofft sie sich, Entscheidungen der Kollegin noch besser nachvollziehen zu können.

Möglichkeit zum Perspektivwechsel

Das Projekt hat einen weiteren positiven Effekt: „Wir werden von Kollegen angesprochen, die jetzt etwas Ähnliches machen wollen“, sagt Marie to Baben. Dafür eröffnet das Konzept der Job Rotation zahlreiche Möglichkeiten. So lassen sich etwa der Fachbereich und das Karrierelevel wechseln, aber auch der Austausch zwischen ganzen Abteilungen sowie das Thema Internationalität fördern.

„Der Perspektivwechsel bereichert fachlich und menschlich. Das Feedback der Kollegen, die unseren Job vorübergehend übernehmen, lassen uns eigene Handlungsmuster überdenken", sagt Annette Grabbe. Sie und auch Bereichsvorstand Joachim Schneider wollen ihre Schreibtische demnächst wieder einmal verleihen.

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