Die wichtigsten Fakten zu Batteriespeichern

Was sind Batteriespeicher und wie funktionieren sie?

Batteriespeicher sind wichtig für die Energiewende – und nützlich für Unternehmen

Großbatteriespeicher werden für Unternehmen interessant

Für Privatleute mit einer Solaranlage auf dem Dach sind Batteriespeicher schon länger ein Thema. Mittlerweile werden sie aber auch für Unternehmen relevant. Laut Berechnungen des Bundesverbands Energiespeicher (BVES) gibt es in Deutschland derzeit 500 bis 600 gewerbliche Großspeicherprojekte, Tendenz steigend. Das Umsatzvolumen von Großindustriespeichern lag in Deutschland im Jahr 2018 bei 1,3 Milliarden Euro. Rund 3200 Menschen arbeiteten 2018 in der Batteriespeichertechnik. 

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Die Batterietechnik schreitet schneller voran als erwartet. Ein wichtiger Treiber der Entwicklung sind neben der Elektromobilität Stromspeicher in Privathaushalten und Unternehmen.
Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) 

Keine Energiewende ohne Energiespeicher

Treiber der Entwicklung ist die Energiewende, konkret: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien. Deren Anteil am deutschen Energiemix betrug im Jahr 2018 38 Prozent. Bis zum Jahr 2035 sollen sie nach Schätzungen schon 55 bis 60 Prozent ausmachen. Was für Klima und Umwelt eine nachhaltige Verbesserung mit sich bringt, ist für die Stromnetze eine große Herausforderung: Weil der Wind nicht immer weht und nachts keine Sonne scheint, kommt es mit einem steigenden Anteil an Erneuerbaren nämlich auch zu größeren Schwankungen im Netz. Die können große Batteriespeicher ausgleichen.

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Woher kommen Schwankungen im Netz?

Batteriespeicher reduzieren Kosten

Für Industrie- und Gewerbekunden sind Batteriespeicher vor allem ein lohnendes Investment, da sie ihnen helfen, teure Lastspitzen zu vermeiden. Und das unabhängig davon, ob der Betrieb eine eigene Solaranlage auf dem Dach hat oder nicht. Außerdem können Unternehmen, die einen Energiespeicher nutzen, ihre Netzentgelte optimieren und dadurch ihre Verbrauchskosten senken.

Hinzu kommt: Für Firmen, die ihren Ökostrom in Teilen oder komplett selbst herstellen, fallen sinkende Einspeisevergütungen weniger ins Gewicht, wenn sie einen Großbatteriespeicher nutzen. Wenn es sich nicht rentiert, den überschüssigen Strom einzuspeisen, kann er zwischengespeichert und bei Bedarf selbst verbraucht werden. Auch sinkende Einspeisevergütungen oder fallen weniger ins Gewicht, wenn Unternehmen ihren Ökostrom zu größeren Teilen selber nutzen können. Oder sie laden damit die E-Autos der Firmenflotte auf. Firmen können den gespeicherten Strom natürlich auch vermarkten.

Lastspitzen durch Batteriespeicher ausgleichen

Basierend auf Ihren Daten kalkulieren wir für Sie individuell, wie hoch der ökonomische Vorteil eines Batteriespeichers sein kann.

Lithium-Ionen-Batterien sind am effizientesten

Heutige Energiespeicher sind in der Regel Lithium-Ionen-Batterien. Ihr Anteil an den im Handel befindlichen Energiespeichern beträgt 94 Prozent. Frühere Modelle basierten häufig noch auf der Blei-Gel- oder der Blei-Säure-Technologie, sie machen heute aber nur noch rund sechs Prozent der Energiespeicher aus. 

Vereinzelt gibt es außerdem PV-Batteriespeicher für Privathaushalte auf Basis von Salzwasser als Elektrolyt sowie Vanadium-Redox-Flow-Batteriespeicher. Deren Anteil liegt jedoch deutschlandweit bei unter 0,05 Prozent. So das Fazit einer Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Instituts für angewandte Ökologie (Öko-Institut) und FONA, der sozial-ökologischen Forschungsabteilung des BMBF. 

Die modernen Lithium-Batterien sind den anderen Technologien aber nicht nur in punkto Marktdurchdringung voraus, sie sind auch günstiger in der Herstellung, langlebiger und vor allem leistungsfähiger. „Die besten heutigen Li-NCM-Zellen erreichen eine Energiedichte von fast 700 Wattstunden pro Liter Volumen. Damit könnte man eine 100-Watt-Birne sieben Stunden lang betreiben“, so die Experten vom Fraunhofer Institut.

Batteriespeicher bei der Westnetz

Die innogy Tochter Westnetz testet nahe der Stadt Wettringen, einer Gemeinde im nordwestlichen Münsterland, einen großen Batteriespeicher – und zwar erstmals in einer realen Anwendung im ländlichen Mittelspannungsnetz als Ersatz für konventionellen Netzausbau. Der Speicher kann eine Energiemenge von einer Megawattstunde aufnehmen, das entspricht etwa dem Energieinhalt von 2.000 Autobatterien.

Insbesondere in der Mittagszeit an sonnigen Tagen speisen in der Region zahlreiche Photovoltaikanlagen ihren Strom ins Netz ein. Dieser Strom kann jetzt in die Batterie geleitet und später wieder ins Netz vor Ort abgegeben werden. Neben einer Entlastung des Netzes an sonnigen Tagen ermöglicht es die Testanlage, wertvolle Betriebserfahrungen zu sammeln. Die Westnetz kann dadurch den Betrieb solcher Speicherlösungen in der Netzinfrastruktur weiter verbessern.

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Preise für Batteriespeicher fallen

Gemäß des aktuellen Energiemarktbarometers des Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung ist das wichtigste Kriterium für den Erwerb von Batteriespeichern der Preis. Und bei dem tut sich etwas: Schon 2015 prognostizierte die Unternehmensberatung PWC in einer Analyse zum Heimspeichermarkt, dass es für Privatleute spätestens ab 2019 wirtschaftlich attraktiv werde, eine Photovoltaikanlage in Kombination mit einem Lithium-Ionen-Akku zu kaufen sowie bereits bestehende Solarpaneele mit einem Batteriespeicher aufzurüsten. 

Auch bei den Großspeichern für Industriekunden sinken die Kosten wegen positiver Skaleneffekte. 

Häufig gestellte Fragen zu Haltbarkeit, Recycling, Inbetriebnahme von Batteriespeichern

Welcher Batteriespeicher für Sie geeignet ist, kann optimal nach der Analyse Ihrer Daten aus dem Energiemanagement sowie einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung bestimmt werden.

Unternehmen, die durch Batteriespeicher ihren Energieverbrauch managen und ihre Netzentgelte reduzieren wollen, beraten wir gerne. Sprechen Sie uns einfach an. 

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