Aktiv für den Aal

Aalschutz-Initiative Rheinland-Pfalz & innogy

Ein gefangener Aal in einer Reuse.

Der Aal ist in Mosel und Saar Teil der natürlichen Lebensgemeinschaft. Hier wächst er heran, wird fortpflanzungsfähig und tritt nach rund zehn Jahren seine Wanderung zurück in sein weit entferntes Laichgebiet in der Karibik (Sargassosee) an.

Um den Aal in seinem Lebensumfeld zu schützen, arbeitet innogy gemeinsam mit seinen Partnern daran, einen möglichst optimalen Ausgleich zwischen ökologischen und ökonomischen Interessen zu schaffen. Dafür kooperiert innogy seit mehr als 20 Jahren mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord sowie dem Landesamt für Umwelt in Rheinland-Pfalz. Dabei geht es um die Stärkung des Aalbestands und die Sicherung der kohlendioxidfreien Stromerzeugung durch die Wasserkraft auf dem rheinland-pfälzischen Gebiet von Mosel und Saar. innogy betreibt dort seit den 60er Jahren Laufwasser-Kraftwerke an Staustufen.

Projektaktivitäten

In Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen werden die Biologie und das Wanderverhalten des Aals erforscht. Informationen über den Bestand und die Entwicklung der Aalpopulation werden durch Studien und Untersuchungen im Gewässer erarbeitet. Eine wichtige Informationsquelle sind dabei die Berufsfischer vor Ort.

Fischen und Umsetzen

Als Soforthilfe fischen seit 1997 zehn Berufsfischer von Juli bis Dezember die wanderwilligen Blankaale mit hunderten Reusen ab. Diese werden mit speziellen Transportbehältern abgeholt und in den Rhein unterhalb von Koblenz transportiert. Jedes Jahr können so bis zu 15.000 Aale ungehindert von Turbinen in Richtung ihrer Laichgebiete weiter wandern.

Verstehen und Steuern

Prognosemodell:
Ein Großteil der Blankaale wandert unter speziellen Umweltbedingungen während bestimmter Nächte ab. Ein EDV-Modell soll helfen, die besonderen Merkmale und Bedingungen dieser Nächte zu identifizieren. Damit soll in Zukunft besser vorhergesagt werden, wann die Aale ihre Wanderung beginnen. Das Prognosemodell wird gerade an der Universität Luxemburg und der Hochschule Trier entwickelt und getestet.

Fischangepasste Betriebsweise:
Die RWTH Aachen University hat eine optimierte Passage der Turbinen für die Blankaale entwickelt. Die Steuerung der Laufwasser-Kraftwerke wird in Kombination mit dem Prognosemodell erprobt und optimiert.

Fachbericht:
2016 haben das Landesamt für Umwelt in Rheinland-Pfalz, die SGD Nord, sowie die RWTH Aachen University und innogy gemeinsam den Fachbericht „20 Jahre aktive Partnerschaft für den Aal an Mosel und Saar“ herausgegeben. Er zeigt eindrucksvoll die vielfältigen Arbeiten, die in den letzten 20 Jahren für einen wirkungsvollen Schutz des Aales an der Mosel durchgeführt worden sind. 

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