Drohnen, die sich lohnen 

innogy setzt auf innovative Windpark-Wartung

Vor dem Start: eine Drohne zur Windrad-Wartung liegt auf dem Boden
Drohnen: eine sichere und kostengünstige Alternative zur Windpark-Wartung

Jede der 48 Windkraftanlagen überragt den Kölner Dom, die Rotorblätter umkreisen die Fläche von  zwei Fußballfeldern – der Offshore-Windpark Nordsee Ost vor Helgoland hat beeindruckende Ausmaße. Das macht aber auch  jede Inspektion zur logistischen Herausforderung. Bisher haben Industriekletterer diesen Job übernommen  und sich vom Maschinenhaus des Windrads in schwindelerregender Höhe entlang der Rotorblätter abgeseilt; ein Wagnis bei rauer See und starken Winden.

Drohnen: eine sichere und kostengünstige Alternative

Nun geht innogy im Offshore-Windpark Nordsee Ost neue Wege und schickt seit Anfang 2017 Drohnen auf Inspektionstour. Der Einsatz von Drohnen zur Sichtinspektion ist nicht nur weit weniger gefährlich für die Inspekteure – die stehen nämlich jetzt unten und lenken die Drohne –, sondern auch kostengünstiger. Bis ein kletternder Inspekteur alle Rotorblätter durchgesehen hat, kann viel Zeit vergehen. Zeit, in der das Windrad keine Energie erzeugen kann. Eine Drohne mit hochauflösender Kamera erledigt diese Arbeit deutlich schneller.

Ob Drohnen die bisherigen Inspektionskletterer umfassend ersetzen werden, ist im Moment noch unklar. „In den kommenden Tagen werden wir das Bildmaterial in Augenschein nehmen, um zu beurteilen, ob die Qualität und Aussagekraft der Bilder ausreichend ist“, sagt Wolf Kind, Senior Asset Integrity Manager für den Windpark Nordsee Ost bei innogy. „Erst dann werden wir entscheiden, ob wir die Drohne zur Sichtinspektion auch an weiteren Anlagen einsetzen.“

Moderne Analysen durch  „Predictive Maintenance“

Der Offshore-Windpark Nordsee Ost, eines der größten Windkraftprojekte vor der deutschen Küste, erzeugt genug klimafreundlichen Strom, um umgerechnet rund 320.000 Haushalte zu versorgen. Die Inspektion durch Drohnen ist nur eines von vielen Prozess-Innovationen unter dem Stichwort „Predictive Maintenance” bei innogy. Ihr Ziel: Maschinenkomponenten mittels intelligenter Datenanalysen vorausschauend instand zu halten. So werden etwa andere Projekte von innogy wie Hochspannungsleitungen, Photovoltaikanlagen oder Onshore-Windparks schon seit längerem mittels Drohnen-Technik erfolgreich überprüft. Der Einsatz auf hoher See könnte zudem weitere Vorteile bieten, etwa den Erhalt besonderer Winddaten.

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