Supraleiter AmpaCity

innogy Leuchtturmprojekt zu Smart Grids

Das längste Supraleiterkabel der Welt: AmpaCity bringt eine technologische Weltpremiere nach Essen. (Quelle: RWE)

Eiskalte Energieübertragung

2014 sorgte innogy für eine Weltpremiere in Essen: Im Projekt AmpaCity wurden in der Innenstadt erstmals zwei Umspannstationen mit einem 10.000 Volt supraleitenden Kabelsystem verbunden.
Seitdem überträgt das unterirdische Kabel auf einer Strecke von einem Kilometer nahezu verlustfrei. Möglich wird dies durch den Einsatz von supraleitenden keramischen Drähten und Kälte anstatt Kupfer- oder Aluminiumkabeln. Das sogenannte Hochtemperatur-Supraleiterkabel (HTS-Kabel) wird im Innern auf etwa minus 200° Celsius gekühlt. Bei dieser Temperatur sinkt der Widerstand des keramischen Leiters auf beinahe null – der Strom kann fast ohne Verluste fließen.

AmpaCity in Bildern

Eine riesige Kabelrolle: Das Supraleitkabel wird verlegt
Installation und Kabellegung

AmpaCity in Bildern

Stickstofftank an der Umspannanlage Herkules
Stickstofftank an der Umspannanlage Herkules

AmpaCity in Bildern

Das Supraleiterkabel endet in der Umspannanlage in einem U-Bogen.
Das Supraleiterkabel endet in der Umspannanlage in einem U-Bogen.

Platzsparend, umwelt- und ressourcenfreundlich

HTS-Kabel gelten als zukunftsweisende Technologie für einen platzsparenden und energieeffizienten Stromtransport. Sie sind umwelt- und ressourcenfreundlich, da begrenzt verfügbare und teure Metalle wie Kupfer oder Aluminium kaum benötigt werden.

In Städten verbaut versprechen HTS-Kabel besondere Vorteile: So können sie bis zu fünf konventionelle Kabel ersetzen. Darüber hinaus kann bei Einsatz der Supraleitertechnologie auf einzelne Umspannstationen verzichtet werden, da sie auch große Strommengen bei kleinerer Spannung übertragen. So können teils hochwertige Flächen in der Stadt anderweitig genutzt werden.

Seit der Inbetriebnahme ist das Kabel zwischen den beiden Essener Umspannwerken Herkules und Dellbrügge in den realen Netzbetrieb integriert und versorgt den Stadtkern von Essen – und das bislang störungsfrei. So zeigt der Praxistest, dass die Technologie effizient, wirtschaftlich und integrierbar ist.

Zeitstrahlgrafik zu den Meilensteinen des AmpaCity-Projektes (Quelle: RWE)

innogy hat AmpaCity gemeinsam mit dem Unternehmen Nexans, einem der führenden europäischen Kabelhersteller, sowie dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) umgesetzt. Das Forschungsprojekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. 

Partner von AmpaCity

Weitere Informationen

Proaktives Verteilnetz

Intelligente Stromnetze der Zukunft

Smart Operator

Flexible Netze für dezentrale Erzeuger

Smart Country

Intelligente Netzkonzepte für den ländlichen Raum