EU-weite Integration erneuerbarer Energien

Erneuerbare Energien sind die Zukunft. Die Europäische Union verpflichtet ihre Mitgliedstaaten, dass bis 2030 mindestens 50 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen stammen sollen. 

Um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern, ist ein flexibles, reaktionsschnelles und dynamisches Stromsystem für Gesamteuropa notwendig. Der Einsatz von Flexibilitäten kann dazu beitragen, die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung zu erhalten und die künftig hohen technischen Anforderungen zu erfüllen.

Zu diesem Zweck wurde das von der EU Kommission geförderte Projekt EU-SysFlex gestartet. Das Projekt testet in verschiedenen Ländern gezielt neue System- und Flexibilitätsdienstleistungen, um den Herausforderungen des immer komplexer werdenden Systems zu begegnen.

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EU-SysFlex – Flexibilitätslösungen für die Integration von erneuerbaren Energien

EU-SysFlex ermittelt die langfristigen Bedarfe sowie die Herausforderungen des zukünftigen Stromsystems. Mit innovativen Prozessen werden neue Lösungen für den gesamteuropäischen Markt entwickelt. Dazu zählen Ansätze für den Systembetrieb in allen Sektoren, für die  Marktgestaltung und für die Integration neuer Systemdienste, für Datenmanagementpläne sowie für regulatorische Anforderungen. 

Sieben sogenannte Demonstratoren testen in verschiedenen Ländern neue Flexibilitäts- und Systemdienstleistungen; darunter ist auch ein deutscher Demonstrator. Abschließend  wird das Förderprojekt eine richtungsweisende Roadmap für Europa erarbeiten.

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Der Deutsche Demonstrator – Flexibilitäten aus dem Verteilnetz für das Übertragungsnetz

Bereits 2018 lag in Deutschland der Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung bei rund 38 Prozent. In den Folgejahren wird dieser Anteil weiter ansteigen, da die Bundesregierung 65 Prozent erneuerbarer Energien bis 2030 anstrebt. Die Ergebnisse von EU-SysFlex sind daher für den deutschen Energiemarkt und die Netzbetreiber von großer Bedeutung. 

Im Rahmen von EU-SysFlex entwickeln und testen innogy und MITNETZ STROM im Netzgebiet von MITNETZ STROM in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt einen deutschen Demonstrator. Ziel ist es, zu zeigen, wie Flexibilitäten auf Basis dezentraler Energieerzeugung aus dem Hochspannungsnetz an den Übertragungsnetzbetreiber bereitgestellt werden können, ohne das Verteilnetz negativ zu beeinflussen.

Zum einen werden neue Redispatch-Prozesse getestet, um Erneuerbare-Energien-Anlagen zukünftig in das fahrplanbasierte Management von Engpässen einzubeziehen. Auf der anderen Seite werden neue Koordinationsmechanismen erprobt, die zur Spannungshaltung notwendig sind.

„Als starker Partner hat innogy die Möglichkeit, die Position der Verteilnetzbetreiber zu stärken und das Bewusstsein für ihre zukünftigen Herausforderungen auf europäischer Ebene zu schärfen." 

Carmen Calpe,
innogy Projektleiterin

EU-weite Kooperation

Zusammen mit 32 Partnern aus 15 europäischen Ländern – darunter Übertragungs- und Verteilernetzbetreiber, Technologieanbieter, Aggregatoren, Beratungsunternehmen sowie Universitäten und Forschungseinrichtungen – beteiligt sich innogy an diesem einzigartigen Vorzeigeprojekt. EU-SysFlex wurde im November 2017 gestartet und läuft bis 2021.

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Gefördert von Horizont 2020

Das Projekt wird mit 20,5 Millionen Euro aus dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 im Rahmen der Fördervereinbarung Nr. 773505 gefördert.