MemTEG

innogy betritt Neuland bei Erdgasaufbereitung

Damit Erdgas durch das Verteilnetz zum Hausanschluss transportiert und für wohlige Wärme in unserem Zuhause sorgen kann, muss es zuvor aufbereitet werden. Besonders wichtig ist dabei die Trocknung. Sie ist notwendig, weil es sonst zu Störungen in der Pipeline kommen kann, wodurch Ventile und Rohrleitungen beschädigt werden können. Bei dem heute üblichen Trocknungsverfahren wird wasserbeladenes Erdgas mit Triethylenglykol (TEG) in Kontakt gebracht, das dem Gas das Wasser entzieht. Das Verfahren ist sehr energieintensiv und erzeugt CO2-Emissionen, denn neben der eigentlichen Gastrocknung mittels TEG ist in einem zweiten Schritt die Destillation erforderlich, ein thermisches Trennverfahren bei hohen Temperaturen. Es dient der Wiederaufbereitung des TEG – auch Regeneration genannt – damit es wiederholt für die Trocknung eingesetzt werden kann.

innogy erprobt im Projekt MemTEG ein wesentlich energiesparendes und emissionsfreies Verfahren zur TEG-Regeneration. Der Projektname MemTEG besteht aus „Mem“ für Membran und „TEG“ für das Triethylenglycol. Das Verfahren ist innovativ, weil eine völlig neue Membrantechnologie zum Einsatz kommt. Das TEG wird nicht mittels Destillation wiederaufbereitet, sondern bei niedrigeren Temperaturen über Membranmodule geführt, die durch ihre siebartige Struktur das kleinere H2O-Molekül vom TEG-Molekül trennen. Das Wasser wird auf der Rückseite der Membran abgeführt. Auf der Innenseite bleibt das getrocknete TEG zurück, das erneut für den Trocknungsprozess eingesetzt werden kann.

Die Funktionsweise der MemTEG-Technologie wurde mittlerweile nicht nur im Labor, sondern auch beim Betrieb der Pilotanlage auf dem Erdgasspeicher in Staßfurt bestätigt. Im Projekt erforscht innogy die Langzeitwirkung und die Übertragbarkeit auf größere Anlagen. Parallel prüft innogy, ob die Technologie auch für die Trocknung von Biogas eingesetzt werden kann. Damit ist das Projekt ein wichtiger Forschungs- und Entwicklungsbeitrag für die zukünftige umweltfreundliche und kostengünstige Energieversorgung. Das von innogy koordinierte Pilotprojekt wird zusammen mit den Partnern DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH, Fraunhofer IKTS und VNG Gasspeicher GmbH umgesetzt.

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