Erklärung zur Unternehmensführung

Zusammengefasste Erklärungen zur Unternehmensführung nach § 315 Abs. 5 HGB i.V.m. § 289a HGB

Die Unternehmensführung der innogy SE („innogy“) als börsennotierte Europäische Gesellschaft (SE) mit Sitz in Deutschland wird in erster Linie durch die Verordnung EG Nr. 2157/2001 des Rates vom 8. Oktober 2001 über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) („SE-Verordnung“), das Gesetz zur Ausführung der SE-Verordnung, die Vereinbarung über die Beteiligung der Arbeitnehmer in der innogy SE vom 20. Dezember 2016, das deutsche Aktiengesetz, die Satzung der innogy und daneben durch die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung bestimmt.

Gemäß Art. 38 SE-Verordnung i.V.m. § 6 der Satzung der innogy unterliegt die innogy dem sog. „dualen Führungssystem“. Dieses ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten dabei im Unternehmensinteresse eng zusammen.

Der Vorstand leitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, d. h., die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Sie entwickeln die Unternehmensstrategie und sorgen in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat für deren Umsetzung. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Vorstands der innogy sind in der Geschäftsordnung des Vorstands zusammengefasst. Diese regelt insbesondere die Verantwortlichkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die Beschlussfassung, namentlich erforderliche Beschlussmehrheiten sowie die Rechte und Pflichten des Vorsitzenden des Vorstands. Der Vorstand der innogy besteht derzeit aus sechs Mitgliedern. Nähere Angaben zu den Vorstandsmitgliedern, insbesondere ihre Ressortverantwortlichkeiten, finden Sie hier.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für den innogy-Konzern wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung, bedeutende Geschäftsvorfälle sowie die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Planungen und Zielen werden ausführlich erläutert und begründet. Außerdem berichtet der Vorstand regelmäßig über das Thema Compliance, also die Maßnahmen zur Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien, das gleichfalls im Verantwortungsbereich des Vorstands liegt.

Der Aufsichtsrat berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht seine Tätigkeit. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands, beschließt das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder und setzt deren jeweilige Gesamtvergütung fest. Er wird in alle Entscheidungen eingebunden, die für die innogy von grundlegender Bedeutung sind. Der Aufsichtsrat der innogy besteht aus 20 Mitgliedern, deren Amtszeit mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung im April 2017 endet. Die Aufsichtsratsmitglieder wurden von den Aktionären gewählt; zehn von ihnen freiwillig auf Vorschlag der Arbeitnehmer. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Aufsichtsrats der innogy sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt. Diese sieht unter anderem die Bildung von Ausschüssen vor; derzeit bestehen bei der innogy fünf ständige Ausschüsse: das Präsidium, der Personalausschuss, der Prüfungsausschuss, der Strategieausschuss und der Nominierungsausschuss. Die Aufgaben der Ausschüsse sowie ihre Zusammensetzung sind in den §§ 10 ff. der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats im Einzelnen festgelegt. Die jeweiligen Ausschussmitglieder können Sie hier finden. Die Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse an den Aufsichtsrat. Weitere Einzelheiten zur konkreten Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse können nach dem 13. März 2017 dem aktuellen Bericht des Aufsichtsrats entnommen werden.

Schließlich enthalten die Satzung der innogy (§ 10) sowie die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats (§ 8) einen Katalog von Geschäften, für die der Vorstand der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf.

Die innogy sieht in einer verantwortungsvollen und transparenten Corporate Governance die Basis für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Leitbild ist dabei der 2002 eingeführte Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung. Vorstand und Aufsichtsrat der innogy haben nach pflichtgemäßer Prüfung am 16. Dezember 2016 die nachfolgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG  abgegeben:

Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex wurde seit 6. Oktober 2016, dem Zeitpunkt der erstmaligen Zulassung der Aktien der Gesellschaft zum Börsenhandel, vollumfänglich entsprochen und wird auch künftig entsprochen werden.

Weitere Einzelheiten der Corporate Governance Praxis der innogy können Sie nach dem 13. März 2017 dem aktuellen Corporate Governance Bericht entnehmen.

Der Aufsichtsrat der innogy hat in seiner Aufsichtsratssitzung vom 16. August 2016 für den ersten im Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst definierten Erfüllungszeitraum (bis 30. Juni 2017) für den Aufsichtsrat eine Zielquote von Frauen von 30 % und für den Vorstand eine Zielquote von Frauen von einem Sechstel, mindestens jedoch einer Frau, beschlossen. Für die sich nach den Berichtslinien bestimmende erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand für den genannten Erfüllungszeitraum eine Zielgröße von 13 % für die erste Führungsebene und von 10 % für die zweite Führungsebene beschlossen. Die Zielgrößen unterschreiten den Status Quo nicht, soweit nicht bereits ein Frauenanteil von 30 % erreicht ist.

Die innogy ist sich ihrer Rolle in der Gesellschaft und ihrer Verantwortung gegenüber Kunden und Geschäftspartnern sowie Aktionären und Mitarbeitern bewusst. Der innogy-Verhaltenskodex bildet mit seinen Prinzipien, die sich eng an denen des Global Compact der Vereinten Nationen orientieren, die Grundlage für verantwortungsbewusstes und gesetzestreues Handeln der innogy. Der Kodex ist damit Basis für das unternehmerische Handeln der innogy und gilt – unterschiedslos für alle Branchen und Länder – im gesamten innogy-Konzern. Mit einer eigenen konzernweiten Compliance-Organisation wirkt innogy auf die Einhaltung des innogy-Verhaltenskodex und seiner konkretisierenden Regelungen durch ihre Mitarbeiter und Organe hin: Die einheitliche Umsetzung der konzernweiten Grundsätze aus dem innogy-Verhaltenskodex und insbesondere zur Korruptionsprävention stellen Compliance-Beauftragte für alle operativen Gesellschaften sicher. Außerhalb Deutschlands ist im Regelfall eine gebündelte Zuständigkeit für die in einem Land ansässigen Tochtergesellschaften begründet. Wesentliche Aufgabe der Compliance-Organisation ist es, Mitarbeiter und Organe im Wege von Präsenzschulungen und webbasierten Programmen sowie sonstigen Kommunikationsmaßnahmen für Compliance-Themen zu sensibilisieren und auf Risiken hinzuweisen. Darüber hinaus erfolgt die Compliance-Beratung und die Begleitung der Bearbeitung von Compliance-Verstößen. Für Hinweise von Mitarbeitern oder externen Dritten über Verstöße gegen den Verhaltenskodex steht auch ein externer Ansprechpartner zur Verfügung.

Essen, im Februar 2017

innogy SE

Der Vorstand

 

 

Peter Terium

Vorstandsvorsitzender

Dr. Bernhard Günther

Finanzvorstand

Dr. Hans Bünting

Vorstand Erneuerbare Energien

Martin Herrmann

Vorstand Vertrieb

Hildegard Müller

Vorstand Netz & Infrastruktur

Uwe Tigges

Personalvorstand und Arbeitsdirektor