Big, Bigger, Big Data
Daten sind das Öl der Industrie 4.0

Die Digitalisierung liefert uns Daten zuhauf – sie richtig zu interpretieren sichert das Geschäft der Zukunft

Ein Haufen voller Fragezeichen, von denen zwei leuchten
Ein Haufen voller Fragezeichen, von denen zwei leuchten – die Kunst bei Big Data besteht darin, die richtigen Fragen zu stellen

Ein wesentlicher Bestandteil von „Big Data“ sind, wen wundert’s: Daten – viele Daten. Aber wo kommen diese Daten eigentlich her und was genau passiert damit?

Bei innogy gibt es viele Beispiele, wie Daten gewinnbringend eingesetzt werden – auch wenn dieser Gewinn in erster Linie ein Erkenntnisgewinn ist. Aber diese Erkenntnisse helfen, die Stromerzeugung und Verteilung effizienter, sicherer, nachhaltiger und am Ende auch günstiger zu machen.

Datenstrom aus den Überwachungssystemen unserer Windturbinen

Ein Datenstrom speist sich zum Beispiel aus den Überwachungssystemen unserer Windturbinen, den sogenannten „Condition Monitoring Systemen“ (CMS). Diese Systeme erfassen unter anderem am Antriebsstrang der Turbinen Drücke, Temperaturen und Schwankungen. Die Werte von hunderten von Sensoren werden mehrfach pro Sekunde aufgezeichnet. So entsteht eine Datenmenge, die kein Mensch mehr „von Hand“ auswerten kann.

Um dieser Datenflut nicht nur Herr zu werden, sondern sie auch noch mit weiteren Datenströmen (wie beispielsweise Wetterdaten) zu verknüpfen, bedient man sich spezieller Auswerte-Algorithmen. Diese Algorithmen können statistische Auswertungen durchführen oder berücksichtigen dabei Betriebserfahrungen.

Die Entwicklung der Algorithmen und auch die Interpretation der Ergebnisse erfordern ein hohes Maß an Fachkenntnis und programmiertechnischen Geschick. Eine derartige Datenauswertung ist also kein „rundum sorglos Paket“, sondern muss ständig hinterfragt und geprüft werden. Im Bereich Wind werden derartige Algorithmen und Methoden im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte entwickelt und in unsere Systeme eingebaut.

Genutzt werden diese sogenannten „Big-Data“-Analysen unter anderem für optimiertes Flottenmanagement: Schäden können früher erkannt werden, die Wartung kann optimiert werden. Dies reduziert wiederum Kosten und Stillstandzeiten. Ebenso können zu hohe Lasten an den Turbinen erkannt und gezielt beseitigt werden. Dies erhält die Lebensdauer der Anlagen oder ermöglicht sogar eine Verlängerung des Betriebs.

Künstliche Intelligenz trifft Kundenkommunikation

Gehirn bestehend aus vielen Knoten und Punkten
Künstliche Intelligenz – verknüpfte Netze mit über 100.000 Knoten

Ein anderes erfolgreich umgesetztes Big Data Projekt bei innogy ist Künstliche Intelligenz in der Kundenkommunikation. Ein System, das in der Sparte Vertrieb Post vorsortiert und an die richtigen Mitarbeiter zustellt, ist hier beispielgebend im Konzern.

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NILM erkennt den Verbrauch jeder Maschine

Stimmt das Energiemanagement? Gebackene Brote, die aus dem Ofen einer Großbäckerei gefahren werden.

Ein anders Beispiel ist NILM. Das steht für „Nonintrusive Load Monitoring“ – also das Messen von Spannungen und Verbrauchen ohne in geschlossene Systeme einzudringen. Das kann für Industrie- und Gewerbekunden relevant sein, die ihre Daten in ihren Systemen behalten wollen.

Dennoch kann NILM helfen Stromfresser und ungewöhnliche Spannungszustände frühzeitig zu erkennen. Damit kann das Energiemanagement der Kunden optimiert werden.

Es geht aber auch nicht immer nur um Maschinen: Auch das Zusammenspiel von Technik und Natur kann eine Datenfülle liefern, deren Auswertung Auswirkung auf Umwelt und Umsatz haben.

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Stadt, Land, Fluss – Warum innogy sich für Wasserstraßen interessiert

Flussverläufe werden systematisch erfasst

Bei dem EU-Projekt „AMBER“ geht es um künstliche Hindernisse in Flussverläufen. Dazu gehören Querbauwerke wie Staustufen und Wehre. An manchen dieser Querbauwerke werden Wasserkraftwerke betrieben. Die in Amber gewonnenen Daten helfen also bei der ökologischen Optimierung und Planung von Kraftwerken zur regenerativen Stromerzeugung.

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Der richtige Umgang mit Daten

Bei so vielen Daten spielt der richtige Umgang mit ihnen eine besondere Rolle. Insbesondere wenn personenbezogene Daten im Spiel sind. Bei innogy hat Uwe Bargmann, als Datenschutzbeauftrager, einen Blick darauf. Big Data Projekte haben die Aufgabe verändert, aber nicht gänzlich neu definiert. „Ich glaube wir nehmen den Datenschutz und auch die Datensicherheit bei innogy schon sehr ernst“, sagt Bargmann. Insbesondere im Hinblick auf Geschäftsmodelle, die aus dem US-amerikanischen Unternehmen kommen. Hier kann sich innogy besonders aufstellen, denn der Datenschutzexperte weiß: „Das Vertrauen unserer Kunden ist ein key asset und vielleicht auch ein Wettbewerbsvorteil, wenn wir richtig damit umgehen.“

innogys oberster Datenschützer zum Thema „Big Data“

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