Stadt, Land, Fluss – Warum innogy sich für Wasserstraßen interessiert

EU-Projekt „AMBER“ untersucht den Einfluss von Staustufen und Wehren in Flussverläufen in ganz Europa

Flussverläufe werden systematisch erfasst
Flussverläufe werden systematisch erfasst

Wasser hat es nun mal so an sich, dass es fließt: Aus Bächen werden Flüsse und aus Flüssen Ströme. Dabei geht es weniger um die philosophische Perspektive des „panta rhei“ – griechisch für „alles fließt“ –, sondern um die Gewinnung von Daten, die die Wasserwege Europas dokumentiert und auswertbar macht.

Der Projektname des EU-Förderprojekts mag den Englischkundigen an Bernstein erinnern, aber „AMBER“ steht für „Adaptive Management of Barriers in European Rivers“. Es geht also um künstliche Hindernisse in Flussverläufen. Dazu gehören Querbauwerke wie Staustufen und Wehre. An manchen dieser Querbauwerke werden Wasserkraftwerke betrieben. Die in Amber gewonnenen Daten helfen also bei der ökologischen Optimierung und Planung von Kraftwerken zur regenerativen Stromerzeugung.

Deswegen haben sich Experten aus der Forschung und Entwicklung der Sparte Erneuerbare Energien an dem neuen, EU-geförderten Projekt beteiligt. Gemeinsam mit knapp 20 weiteren europäischen Partnern aus dem wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld gehen die Kollegen der Frage nach, wie die derzeit stark fragmentierte, europäische Flusslandschaft im Hinblick auf ein möglichst intaktes Ökosystem zukünftig weiterentwickelt werden sollte. Anforderungen hierzu stammen u. a. aus der Wasserrahmenrichtlinie der EU, die auch den ökologischen Rahmen für den Betrieb unserer Wasserkraftwerke stellt.

Die Forscher werden erstmalig eine Bewertung der Querbauwerke in ganz Europa durchführen und zum Beispiel  ableiten, wo Durchgängigkeitsmaßnahmen höchste Priorität haben. Dabei werden u.a. sogenannte eDNA Analysen eingesetzt, also DNA-Spuren aus dem Wasser beziehungsweise von Flusssedimenten untersucht.

Die Teilnahme an dem Projekt und das Einbringen unseres Know-hows sichert uns eine rechtzeitige Verbindung zu Diskussionen auf wissenschaftlicher und politischer Ebene und bereitet uns auf zukünftige Entwicklungen im Hinblick auf den Betriebsrahmen unserer Wasserkraftwerke vor.

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